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BFW-Schüler auf Spurensuche

Unter dem Titel „Auf den Spuren von...“ arbeiten derzeit 40 Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft (BFW) an spannenden, selbstgewählten Projekten. Eines davon heißt „Die zwei Gesichter von Lahr – Touristenbüro vs. Kriminalstatistik“, ein anderes „Was wollen wir eigentlich – was suchen Männer und Frauen um in Beziehungen glücklich zu werden?“ Beim Projekt „Auf den Spuren der IBG-Schüler“ wiederum steht die Motivation von Schülern im Fokus: was hat sie bewogen nach dem Haupt- oder Realschulabschluss eine berufliche Schule zu besuchen? Jede der insgesamt 9 Projektgruppen muss ein Produkt herstellen – dies kann zum Beispiel ein Film sein, ein Brettspiel oder eine Sozialstudie – und das Produkt der Klasse in einer Präsentation vorstellen.

Für die Arbeit an den Projekten stehen den Schülern während des ersten Halbjahres wöchentlich 4 Schulstunden zur Verfügung. Angeleitet und unterstützt werden sie dabei von ihren Deutschlehrerinnen Nadja Bühler und Patricia Rathke, die jeweils in einer der beiden beteiligten Klassen unterrichten, im Fach „Projektarbeit“ aber als Team zusammen arbeiten. Durch die gemeinsame Planung und parallele Durchführung der Projektarbeit profitieren beide zeitlich und fachlich. Absprachen und Hilfestellungen bei auftauchenden Problemen sind schnell und unkompliziert möglich.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Gewinn, den die Schüler durch das Projekt haben. Sie lernen, wie man Fragebögen konzipiert, Interviews durchführt, Plakate und computergestützte Präsentationen erstellt und vor allem wie jeder Einzelne Verantwortung für eine Teamleistung übernimmt. Somit werden die Schüler der BFW, die am Ende des Schuljahres ihre Mittlere Reife ablegen, bestens auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet.

 

Schüleraustausch mit Chile

Am 14.07.2017 war das Tagezählen endlich vorbei und wir, 5 Mädchen und unsere Spanischlehrerin Frau Schmidt, machten uns auf den Weg nach Chile, einem Land über das wir nicht wirklich viel wussten.

Nach einer 24-stündigen Anreise landeten wir endlich und das bedeutete auch gleichzeitig "raus aus dem deutschen Sommer und rein in den chilenischen Winter". Den ersten Tag verbrachten wir damit, unsere Familien kennenzulernen und uns an die neue Zeit und die Temperaturen zu gewöhnen. Schon am nächsten Tag startete unsere 12-tägige Reise in den Norden Chiles. Wir besuchten viele verschieden Orte wie die Städte Arica und Iquique, und erlebten die unglaubliche Vielfalt dieses schmalen Landes.

Die Natur in Chile ist ein totales Kontrastprogramm zur Ortenau – so fuhren wir stundenlang ohne auch nur eine Kurve durch die Wüste, sahen Alpakas in Nationalsparks auf 4000 Metern Höhe und saßen nur wenige Tage später in einem kleinen Boot um die Insel Damas, das umliegende Nationalreservat und seine Bewohner wie Pinguine und wilde Delfine zu sehen.

Nach unserer Reise in den Norden tauchten wir in den chilenischen Alltag ein und besuchten zusammen mit unseren Austauschschülern die deutsche Schule Sankt Thomas Morus in Santiago. Im Alltag ließen sich einige Unterschiede zu den Gepflogenheiten in Deutschland feststellen. So erklärte uns eine Lehrerin: "Die Chilenen sind nicht unpünktlich, sie haben nur ein anderes Verständnis von Pünktlichkeit".

Von der typisch chilenischen Gelassenheit wurden wir im Laufe der Zeit häufiger Zeugen – so waren auch die Erdbeben, die uns doch ein bisschen aus dem Konzept brachten, für die Gastfamilie eher normal als außergewöhnlich. Tatsächlich waren eben diese Erdbeben eine der wenigen negativen Dinge in Chile. Jedoch überwogen viel mehr die positiven Seiten wie die Offenheit, mit der die Chilenen wie selbstverständlich auf uns zugingen und ihre Herzlichkeit. Diese merkt man zum Beispiel auch am sehr engen Familienverhältnis.

Leider mussten wir am Ende der Sommerferien Chile wieder verlassen, taten dies aber mit deutlich verbesserten Spanischkenntnissen und vielen bleibenden Erinnerungen.

Schlussendlich war die Teilnahme am Schüleraustausch eine sehr gute Entscheidung, was auch der Verdienst der Gastfamilien war, die uns viel von ihrem Land und ihrer Kultur zeigten. Eine erneute Reise nach Chile – beim nächsten Mal vielleicht in den Süden – steht auf jeden Fall ganz oben auf der Prioritätenliste.

Bericht: Marie-Luise Günther

 

Ein Tag in der Gen-Küche

Der 4-stündige Biologie-Kurs von Frau Riede (Jahrgangsstufe 2) hat kürzlich das Schullabor der Novartis Pharma AG in Basel besucht. Dort untersuchten die Schüler, ob ihre DNA die genetische Information für einen Rezeptor enthält, durch den man einen speziellen Bitterstoff schmecken kann, oder ob sie die mutierte DNA-Variante besitzen und dadurch „Non-Taster“ sind.

Der Tag in Basel begann mit einer kurzen theoretischen Einleitung, auf deren Grundlage sich die Schüler später mit der Isolierung ihrer DNA und der Vervielfältigung des gesuchten Gens befassen konnten. Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Einsatz von Restriktionsenzymen und der Gelelektrophorese, durch die deutlich wurde, wer über welche Genvariante verfügt. Die Ergebnisse verglichen die Schüler mit ihren freiwilligen Selbstversuchen (Papierstreifen mit giftigem Bitterstoff auf Zunge legen), um herauszufinden ob die phänotypischen "Super-Taster" auch genotypisch so veranlagt sind.

Insgesamt war es ein interessanter und informativer Tag, der auch noch Spaß gemacht hat, frei nach dem Motto: „Und wenn wir nicht vergiftet sind, dann leben wir noch heute.“

Bericht: Bio J2 von Frau Riede